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Nationale Maritime Konferenz: Friedrichshafen und Bodenseekreis begrüßen 700 Konferenzteilnehmer zu Abendempfang in Luftschiff-Werft

Gemeinsame Information der Stadt Friedrichshafen und des Bodenseekreises anlässlich der Nationalen Maritimen Konferenz

Die Stadt Friedrichshafen im Bodenseekreis ist in diesem Jahr Veranstaltungsort der Nationalen Maritimen Konferenz am 22. und 23. Mai 2019. Am Abend des ersten Konferenztages laden Stadt und Kreis die Konferenzteilnehmer zu einem Empfang in den Zeppelin-Hangar in Friedrichshafen. Mehr als 700 Personen haben sich dazu angemeldet. Sie erwartet ein interessanter Abend mit regionalen Spezialitäten und Informationen über den Wirtschaftsstandort Bodenseekreis. Die Kosten für die Veranstaltung werden voraussichtlich durch Sponsorenbeiträge regional ansässiger und überregionaler Unternehmen und Institutionen gedeckt werden können.

Traditionell richtet die veranstaltende Stadt oder Region solch eine gesellschaftliche Abendveranstaltung für die Konferenzteilnehmer aus. Diese bringt eine attraktive Möglichkeit des Austausches und der Eigenpräsentation, insbesondere für Unternehmen der Bodensee-Region. Die Gastgeber haben sich dafür einen besonderen Ort ausgesucht: Der Zeppelin-Hangar am Flughafen Friedrichshafen, der auch Luftschiff-Werft ist, soll exemplarisch für den Wirtschaftsstandort stehen. Denn der technische und unternehmerische Pioniergeist des Grafen Zeppelin und seiner Mitstreiter vor über einem Jahrhundert war die Initialzündung für die Entwicklung zum High-Tech-Wirtschaftsstandort, bei dem die Mobilität „zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ bis heute eine besondere Rolle spielt.

Tatsächlich sind Baden-Württemberg und Bayern laut VDMA (Arbeitsgemeinschaft Marine Equipment and Systems) mit jeweils 21 Prozent Umsatzanteil die wichtigsten Standorte der maritimen Zulieferindustrie in Deutschland überhaupt – weit vor den küstennahen Industrieregionen. Zur Illustration: 70 bis 80 Prozent der Wertschöpfung beim Bau eines Schiffes entfallen auf die Zulieferwirtschaft. Allein im Bodenseekreis gibt es über 100 Unternehmen in diesem Bereich. Hierzu zählen neben den bekannten „Schwergewichten“ wie ZF, Zeppelin, RollsRoyce Power Systems, Liebherr, etc. auch mittelständische Betriebe wie IHSE, BROSA, SICK sowie Bootsbauer und Yachtausrüster bis hin zur Messe Friedrichshafen und dem größten Binnenmarina-Komplex Europas beidseitig der Argenmündung.

Stadt und Kreis machen Konferenz am See möglich

Mit der Zusage von Stadt und Landkreis, gemeinsam ein Drittel der Austragungskosten der Konferenz zu übernehmen, kann die etwa zweijährig durch das Bundeswirtschaftsministerium ausgerichtete Nationale Maritime Konferenz erstmals in einer Binnenregion stattfinden. Auch Industriezentren in Bayern und Nordrhein-Westfalen hatten sich intensiv um die Austragung der Konferenz bemüht. Land und Bund übernehmen jeweils auch ein Drittel der Kosten. Diese Kostenteilung wurde bereits bei den Konferenzen in den Vorjahren praktiziert und soll die Unabhängigkeit der Veranstaltung von der Industrie wahren.

Teilnehmer sind Top-Führungskräfte aus Wirtschaft und Politik. So werden neben der Bundeskanzlerin, dem Ministerpräsidenten auch mehrere Bundes- und Landesminister sowie Vorstände der in diesem Bereich relevanten Unternehmen erwartet. Angemeldet sind über 700 Gäste. Das Themenspektrum reicht von Schiffbau und -ausrüstung über Energie- und Offshore-Technik, Transport- und Dienstleistungen, bis hin zur Umwelttechnik.

Landkreis, Stadt und Wirtschaftsförderung versprechen sich von der Konferenz wirtschaftliche Impulse für die Region. Allein die direkte und indirekte Wertschöpfung durch die Veranstaltung wird als beachtlich eingeschätzt. Ansässige Unternehmen können sich und ihre Produkte bei der Abendveranstaltung präsentieren sowie Kontakte knüpfen. Der Bodenseekreis als Industrie- und Technologiestandort hat die Chance, über die Landesgrenzen hinweg an Renommee und Sichtbarkeit zu gewinnen. Zudem empfiehlt sich die Region als Austragungsort hochkarätiger Veranstaltungen.

Sowohl Gemeinderat also auch Kreistag hatten beschlossen, jeweils bis zu 140.000 Euro dafür bereitzustellen. Nach der aktuellen Kostenübersicht des Veranstalters wird der Zuschussbedarf für die Konferenz bei jeweils deutlich unter 100.000 Euro für beide regionale Partner liegen. Die Kosten für die Abendveranstaltung werden voraussichtlich durch Sponsorenbeiträge gedeckt. Sie belasten die kommunalen Kassen also aller Voraussicht nach nicht.